Das Dojo

Praktizieren in Gemeinschaft

Zazen ist sehr einfach. Doch wenn man alleine praktiziert, läuft man Gefahr, sich sowohl in der Körper- als auch in der Geisteshaltung zu irren. Allein kann man keine starke Atmosphäre schaffen. Deshalb sollte man besser in einem Dojo praktizieren.

Das Dojo ist der Ort der Übung und Unterweisung. In einem Dojo lehrt man die Grundhaltungen, die die Quelle allen Handelns im Alltag werden, wie sitzen, stehen, gehen, liegen – zum Ursprung zurückkehren und sein Leben von diesem Ursprung aus wiedererschaffen. So wird alles Frucht des Zen.

Im Dojo ruhig in Zazen sitzen, jeden negativen Gedanken sein lassen, und nichts erlangen ausser einem wunschlosen Geist
– diese Freude geht über das Paradies hinaus.

Die Welt jagt gesellschaftlichem Gewinn, Ehrungen, schönen Kleidern und Bequemlichkeiten nach; doch diese Freuden sind nicht der wahre Frieden.
Ihr werdet bis zum Tod rennen und unbefriedigt bleiben!

Zazen praktizieren, sich auf den einen Geist konzentrieren, der manchmal still ist und manchmal sich bewegt;
mit den Augen unserer inneren Weisheit sehen;
mit tiefer Vertrautheit die wahre Natur jeder Handlung und jeder Existenz beobachten und erkennen können;
im Gleichgewicht sein;
in einem vollkommen ruhigen Geist verstehen und erkennen;
wenn ihr so seid, wird eure geistige Dimension, die höchste in dieser Welt, mit keiner anderen vergleichbar sein.

Meister Kodo Sawaki